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15. April 2014, von Michael Schöfer
Rin in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln


Vor Jahren gab es scheinbar gute Gründe, das neunjährige Gymnasium (G9) durch das achtjährige (G8) zu ersetzen: Die Schüler könnten ein Jahr früher ins Berufsleben einsteigen bzw. auf die Uni gehen, dadurch würde sich die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands verbessern, hieß es. Und da man den Studenten nachsagte, auf der Uni viel zu viel Zeit zu verplempern, hat man auch das Studium gestrafft. Im sogenannten Bologna-Prozess wurden die Studiengänge europaweit harmonisiert. Stichworte: Bachelor und Master. Alles mit dem Ziel, die Ausbildungszeiten wesentlich effizienter zu nutzen.

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13. April 2014, von Michael Schöfer
Hier lügt einer wie gedruckt

Die Nato wirft Russland vor, an der Grenze zur Ukraine Truppen zusammengezogen zu haben und untermauert diese Aussage mit Satellitenbildern. Russland behauptet dagegen, die Fotos würden aus dem August 2013 stammen, als russische Truppen in dieser Gegend Manöver abhielten. Die Nato versichert wiederum, die Aufnahmen seien "zwischen Ende März und Anfang April 2014" gemacht worden. Hier lügt also einer wie gedruckt. Mindestens einer, vielleicht sogar alle beide.

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10. April 2014, von Michael Schöfer
Hochklassige Realsatire


25,7 Prozent hat die SPD bei der Bundestagswahl am 22. September 2013 geholt - ihr zweitschlechtestes Ergebnis seit Gründung der Bundesrepublik. Laut Wahlumfragen hat sich dieser Wert trotz Regierungsbeteiligung nicht verbessert. Politische Beobachter wundert das kaum, denn was die Sozialdemokraten in der Regierung praktizieren, ist hochklassige Realsatire.

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06. April 2014, von Michael Schöfer
Ein bisschen mehr Demut bitte


"Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen", soll der dänische Physiker Nils Bohr (1885-1962) einst gesagt haben. Doch das Bonmot wird u.a. auch Karl Valentin, Mark Twain, Winston Churchill oder Kurt Tucholsky zugeschrieben. Wenn man sich noch nicht einmal über die Herkunft eines Zitats einig ist, wie soll man es dann in Bezug auf den Sachverhalt sein?

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05. April 2014, von Michael Schöfer
Political correctness kann auch zur Hysterie führen


Die Bundesregierung hat beschlossen, aus Anlass des 90. Geburtstages von Henry Kissinger an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn einen Lehrstuhl für internationale Beziehungen und Völkerrecht unter dem Namen des früheren amerikanischen Außenministers einzurichten. Kissinger habe sich "in herausragender Weise um Friedenspolitik und Entspannung, um Sicherheit und Abrüstung in der Welt verdient gemacht". Finanziert wird die Stiftungsprofessur aus Mitteln des Verteidigungsministeriums und des Auswärtigen Amtes. Ausgerechnet Kissinger, ausgerechnet ein Lehrstuhl für Völkerrecht. Das ist genau besehen so unverträglich wie Feuer und Wasser.

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31. März 2014, von Michael Schöfer
Harakiri


Etwas zu verstehen ist nicht gleichbedeutend damit, es zu billigen. Doch der Vormarsch der Rechtspopulisten, jüngstes Beispiel ist das gute Abschneiden des Front National bei den französischen Kommunalwahlen, überrascht im Grunde niemand. Unser politisches System begeht nämlich durch den aggressiven Marktradikalismus, der seit einigen Jahrzehnten alle politischen Entscheidungen dominiert, gewissermaßen Harakiri.

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