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17. Mai 2012, von Michael Schöfer
Katholikentag und Arbeit

Kirche und Arbeit ist traditionell ein heikles Thema. Aber "zum ersten Mal gibt es bei einem Katholikentag ein eigenes Zentrum 'Kirche – Wirtschaft und Arbeitswelt'", heißt es in der Ankündigung der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB). Die Katholiken behaupten, sie seien "Mitten im Leben", und das bedeutet wohl mehr als nur die Frage, ob Jesus heute Mitglied bei "Facebook" oder bei "Google+" wäre. Im Programm "Arbeit im Quadrat" [1] finden sich zwar Veranstaltungen, die sich mit der sozialen Frage beschäftigen, selbstverständlich überwiegend aus dem Blickwinkel der katholischen Soziallehre, ob sich die Katholiken dabei
jedoch auch selbstkritisch mit ihrer eigenen Rolle als Arbeitgeber befassen, ist mehr als fraglich. Aber genau das wäre dringend angebracht, denn hier liegt bekanntlich einiges im Argen.

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14. Mai 2012, von Michael Schöfer
Immer auf dem Teppich bleiben


Mutti, offiziell hört sie auf den Namen Hannelore Kraft, hat ihre Landtagswahl mit Bravour gewonnen. 39,1 Prozent für die SPD ist, nachdem die Partei 2010 bei 34,5 Prozent hängenblieb, in der Tat beeindruckend. Zumindest wenn man bedenkt, wo diese einst stolze Partei neuerdings für gewöhnlich herumdümpelt. Schon wird spekuliert, ob Hannelore Kraft nicht die bessere Kanzlerkandidatin wäre, als jemand aus der Troika Gabriel-Steinmeier-Steinbrück. Zweifellos wird Politik auch über Personen verkauft. Aber eben nur "auch". Und eine gewonnene Landtagswahl allein macht noch keinen guten Kanzlerkandidaten oder Parteivorsitzenden. Ebenso wenig wie eine Schwalbe einen Sommer macht. Gerade die SPD sollte das wissen.


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12. Mai 2012, von Michael Schöfer
Merken wir nicht, was da läuft?


Streiten wir uns nicht über die Ursache der griechischen Misere, die resultiert meiner Meinung nach mindestens genauso aus der Finanzkrise wie aus dem Konstruktionsfehler des Euro und der Misswirtschaft der griechischen Politiker. Sie monokausal auf eine einzige Ursache zurückzuführen ("die Griechen haben eben über ihre Verhältnisse gelebt"), wäre m.E. falsch. Doch wie auch immer, der Karren steckt jetzt ziemlich tief im Dreck. Und wir damit - via Eurozone - ebenfalls.


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06. Mai 2012, von Michael Schöfer
Die falsche Konsequenz


Ich möchte eingangs gleich betonen, dass ich für fremdenfeindliche Gruppierungen wie
Pro-NRW keinerlei Sympathie hege. Aber ich bin für die vom Grundgesetz garantierte Freiheit, Karikaturen über Jesus, Buddha oder wen auch immer zeigen zu dürfen. Ja, sogar Karikaturen über Mohammed.

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05. Mai 2012, von Michael Schöfer
Annette Schavan


Es scheint sich alles zu wiederholen, wie damals bei Guttenberg: Erst leugnen, dann bagatellisieren, am Ende dennoch zurücktreten. Und die Claqueure lernen offenbar ebenso wenig dazu.


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04. Mai 2012, von Michael Schöfer
Russisches Säbelrasseln


"Mit ihrem entstehenden Raketenabwehrsystem werden die USA zukünftig in der Lage sein, die Starts der russischen Interkontinentalraketen überall - sowohl auf dem Festland als auch von U-Booten aus zu behindern. Diese Meinung äußerte der russische Generalstabschef Nikolai Makarow." "Russland arbeitet Makarow zufolge Gegenmaßnahmen zur Neutralisierung der potentiellen Gefahr aus, die vom europäischen Raketenabwehrsystem ausgehen kann. Die Liste reicht vom verstärkten Schutz der Raketenstartanlagen über die erhöhte Einsatzbereitschaft der Raketenwaffen bis hin zu einem Vorbeugungsschlag. Im Falle einer Verschärfung der Situation könnte Russland das Raketenabwehrsystem präventiv angreifen, sagte Makarow."


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